VISIT LINZ
21.03.2019

Ephemer? Internet Art? What the ... FMR

Der Frühling steht vor der Tür. Und wie heißt es doch so schön? Alles neu macht der März – oder so ähnlich. Der perfekte Anlass, um über die Linzer Donaulände zu schlendern. Noch besser ist es natürlich, wenn auf dem Weg gleichzeitig eine neue Kunstausstellung im öffentlichen Raum erlebt werden kann.

Von 27. bis 30. März 2019 bietet sich dazu die Möglichkeit. An diesen vier Tagen findet nämlich die erste Ausgabe von LINZ FMR statt. Das ist eine neue Kunstbiennale, die sich der Kunst in digitalen Kontexten widmet. Entlang der Donaulände zwischen Lentos und Parkbad werden zwölf Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern aus neun Ländern zu sehen sein. Darunter befinden sich bekannte Namen wie Suzanne Treister, die als Pionierin im Bereich der Internet Art gilt, aber auch junge und aufstrebende Künstlerinnen und Künstlern, wie etwa Isabella Auer oder Thomas Kluckner, beide in Linz lebend und arbeitend.

Nach der Eröffnung am 27. März um 17 Uhr gibt es an den folgenden Tagen immer um 11, 14 und 17 Uhr öffentliche Rundgänge. Dort werden Hintergründe zur Ausstellung und zu den einzelnen Arbeiten auf professionelle Art und Weise vermittelt. Das ganze übrigens unter dem Motto „Pay as you wish“. Dazu kommen noch Spezialtouren, die sich etwa mit der Rolle von Kunst im öffentlichen Raum auseinandersetzen. Insbesondere die Donaulände gilt in diesem Zusammenhang ja als zentraler Ort für dieses Thema in Linz. Erinnert sei nur an das forum metall, bei dem im Jahr 1977 eine Reihe von großformatigen Skulpturen im Donaupark aufgestellt wurden.

Ein Blick in das Programm zeigt, dass während des Festivalzeitraums zahlreiche Ereignisse bevorstehen. So wird „My Holy Nacho“, eine kollaborative Arbeit des kanadischen Künstlers Jamie Allen und des österreichischen Künstlers Bernhard Garnicnig, am Eröffnungsabend abgeliefert und am letzten Ausstellungstag wieder abgeholt. Die Arbeit selbst ist ein komplettes Mysterium, bei dem es um Missverständnisse und per Click ausgelöste Handlungen geht. Alles super-dubios. Täglich am Abend werden die beiden Künstler Tomáš Moravec und Matej Al-Ali ihre Performance „Shift“ an der Donaulände zeigen, bei der eine bewegliche Videoskulptur die Rolle eines Cursors übernimmt. Dazu gesellen sich performative Interventionen des deutschen Künstlerinnenkollektivs Hybris und des italienischen Künstlerduos The Cool Couple. Fliegende Yoga-Matten, #picrun-Joggins und 52-Hertz-Wale inklusive. Verstörend. Verwirrend. Wie so vieles heutzutage.

Wer davon noch nicht genug hat, kann sich im Rahmenprogramm tiefer in das Thema stürzen. Am Donnerstag steht ab 14 Uhr ein Symposium am Rande digitaler Flüchtigkeiten am Programm (im splace am Hauptplatz), am Freitag gibt es eine Konzertnacht mit vier verschiedenen Acts (in der Stadtwerkstatt) und am Samstag folgen ein Artist Talk (im quitch an der Unteren Donaulände) und eine feine Abschlussparty in der STURM UND DRANG GALERIE (in der Altstadt). Danach verflüchtigt sich LINZ FMR wieder aus der Stadt, um in zwei Jahren wiederzukommen.

Kuratiert und organisiert wird LINZ FMR 19 von qujOchÖ, servus.at, dem Atelierhaus Salzamt, der Abteilung Kulturwissenschaft der Kunstuniversität Linz und der STURM UND DRANG GALERIE.
 


Das Programm findet ihr unter http://linzfmr.at/de/program
Gastbeitrag von Thomas Philip, www.qujOchOE.org

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