VISIT LINZ
29.04.2021

Genießen mit Flair: Altstadt 17

Dazu gehört eine ordentliche Portion Mut: Mitten im Lockdown im Jänner 2021 haben Bernhard Heiss und Andrea Raudaschl einen Feinkost-Laden in der Linzer Altstadt eröffnet. Seitdem werden in der „Altstadt 17“ Spezialitäten, Weine und Bilder verkauft. Eine kulinarische Fundgrube für alle Genießer!

„Ich wollte immer ein kleines, schnuckeliges Lokal haben“, erzählt mir Inhaber Bernhard Heiss, den ich extra vormittags besuche, um ihn nicht im stressigen Mittagsgeschäft zu stören. Der gelernte Koch steht hinter der Theke und verkauft seine Köstlichkeiten, gleichzeitig schwingt er aber auch hinten in der Küche den Kochlöffel und bereitet Mittagsgerichte zu. „Täglich koche ich ein Gericht mit qualitativ hochwertigen Zutaten. Heute zum Beispiel ist das ein steirischer Backhendlsalat. Davon gibt es fünfzehn Portionen“. Also ganz nach dem Motto „first come, first serve“, denn neben dem Kochen wollen ja schließlich auch noch die Kunden bedient werden. Seine Partnerin Andrea macht zwar auch Dienst, als Friseurin mit eigenem Geschäft ist sie allerdings nur begrenzt verfügbar.

In der Feinkosttheke entdecke ich leckere französische Käsesorten, Wollschweinprodukte und Antipasti: sehr ausgewählte Produkte, die Bernhard Heiss selbst einkauft oder importiert. „Ein Verkaufsschlager ist etwa der Comté, ein französischer Hartkäse. Davon verbrauche ich im Monat sicher einen ganzen 40 Kilo-Laib“, lacht der gebürtige Eferdinger, der sein Handwerk unter Kochgrößen wie Reinhard Gerer und Toni Mörwald gelernt hat.

Bevor Bernhard mit der „Altstadt 17“ sein Herzensprojekt verwirklicht hat, war er im Gastronomie-Großhandel tätig. Deshalb weiß er auch genau, welche Produkte er im Sortiment haben will und welche nicht. Ein Großteil davon ist aus Österreich, zum Beispiel die Wollschweinprodukte oder der Vulcano-Schinken, Süßes bezieht Bernhard von Wenschitz aus Allhaming. Auch bei der Weinauswahl ist Österreich zu zwei Dritteln vertreten. Dafür kommen die Käse-Köstlichkeiten direkt aus Paris – und das schmeckt man auch!

Neben dem täglichen Mittagsgericht gibt es bei Bernhard alles, was die Theke hergibt. „Wenn ein Kunde Lust auf ein Mohnflesserl mit Vulcano-Schinken und getrockneten Tomaten hat, bekommt er das. Jede Wunschkreation ist möglich.“ Noch ist die „Altstadt 17“ Anlaufstelle für einen schnellen Einkauf oder Essen „to go“, doch das soll nach Corona anders werden. Dann wünscht sich Bernhard, dass seine Gäste auch mal länger bei einem Gläschen Wein verweilen dürfen. Schließlich ist sein Laden auch eine kleine Vinothek – und sogar eine Kunstgalerie. Momentan sind Acryl-Bilder von der Schwiegermama ausgestellt, es gibt allerdings auch schon Anfragen von anderen Künstlern.

Halb elf zeigt die Uhr – schön langsam muss Bernhard in die Küche. Beim Verabschieden gibt er mir noch eine Kostprobe Süßes mit, spezielle Mozartkugeln „Pistazie-Trüffel“. Das nächste Mal darf mein Besuch in der „Altstadt 17“ dann hoffentlich schon länger dauern – zum Schnell-mal-Jause-kaufen ist das Lokal nämlich viel zu gemütlich.

ALTSTADT 17, Feinkost und Vinothek

Teilen:

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

Blogheim.at Logo