VISIT LINZ
Mundwerkstatt
17.04.2026

Daniela Balhasi: Warum Linz genau nach ihrem Geschmack ist

Wegen der Liebe kam Daniela Balhasi nach Linz, geblieben ist sie wegen der Offenheit der Stadt. Für die „Mundwerkstatt“ hat sie hier den Ort gefunden, an dem ihre Idee von Kulinarik aufgehen konnte. Ein Porträt über den Mut, neu anzufangen und in Linz genau den richtigen Nährboden dafür zu finden.

Ankommen, ohne sich erklären zu müssen

Manchmal beginnt ein Neuanfang nicht mit einem Businessplan, sondern mit einer Fernbeziehung. Vier Jahre lang lebte Daniela Balhasi zwischen Salzburg und Linz. In Salzburg arbeitete sie in einem renommierten Haus, geprägt von Tourismus, Festspielpublikum und klaren Erwartungen. Doch ihre eigene Vorstellung von Gastronomie hätte dort wohl nur schwer Platz gefunden.

Ihre laufenden Besuche in Linz machten ihr klar, dass genau hier ihr Konzept funktionieren könnte. Nicht, weil Linz einfacher wäre, sondern weil Linz offener ist.

Mundwerkstatt

Denn was Daniela an dieser Stadt sofort gespürt hat, ist ein Klima, in dem man sich nicht erst über Herkunft, Auszeichnungen oder große Namen legitimieren muss. In Linz zählt weniger, bei welchem Starkoch man gelernt hat oder aus welcher Familie man kommt. Hier darf man einfach man selbst sein.

Eine Stadt, die Neues zulässt

Schon nach wenigen Monaten hatte Daniela das Gefühl, angekommen zu sein. „Als wäre ich schon immer da gewesen“, so beschreibt sie dieses frühe Vertrautsein mit Linz. Vielleicht liegt es an den neugierigen Menschen. Vielleicht daran, dass Linz nie geschniegelt wirken muss, um interessant zu sein.

Für Daniela ist genau das der Reiz. Die Donau, die Nähe zur Natur und gleichzeitig Graffitis in der Innenstadt, Galerien, Kunstmärkte und Events. Eine Stadt, die nicht nur für Gäste inszeniert ist, sondern für die Menschen, die hier leben. „In Linz hat man das Gefühl, die Stadt gehört den Linzer*innen“, sagt sie.

Mundwerkstatt

Sie liebt es, durch die Stadt zu schlendern, wenn die Mundwerkstatt am Nachmittag zusperrt. Dann geht es Richtung Donau, in Ausstellungen oder durch die Landstraße, um zu sehen, was sich gerade tut. Auch hochkarätige Gastronomie reizt sie. Das Restaurant Verdi etwa gehört zu ihren Favoriten.

Die Mundwerkstatt: klein gedacht, gesund gewachsen

Als Daniela im Juni 2017 die Mundwerkstatt eröffnete, war das kein Sprung ins völlig Ungewisse, aber sehr wohl ein bewusster Schritt ins Risiko. Sie verkaufte ihr Haus in Salzburg und investierte das Geld in ihr eigenes Projekt.

Die Grundidee war von Anfang an klar. Brunch und Lunch, Kochkurse von Ottolenghis Frühling bis Dumplings & Ramen, Catering, Mietköchin und Coachings für Gastronomiebetriebe. Ein buntes Konzept, ganz nach ihrem Geschmack.

Mundwerkstatt
Mundwerkstatt

Dabei hielt sie den Start bewusst klein. So klein, dass es in ihren Augen „gar nicht wirklich schiefgehen konnte“. Und selbst für den Fall, dass es nicht klappt, war da kein Weltuntergangsszenario. Dann macht man eben wieder zu und weiter. Für Daniela braucht es auch Mut, scheitern zu dürfen.

Linz ist nicht geschniegelt, sondern offen

Danielas Konzept selbst blieb gleich. Was sich verändert hat, war die Erkenntnis, dass Linz bereit ist für mehr. Sie erhöhte die Frequenz, erweiterte Angebote, recht bald kam Personal dazu.

Mundwerkstatt

Und vielleicht ist das genau die Haltung, die so gut zu Linz passt. Ausprobieren, dranbleiben, sich entwickeln. Nicht geschniegelt perfekt, sondern echt, beweglich und offen. 

Ein Gastbeitrag von Nika Mitteregger.

Teilen:

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

Blogheim.at Logo