40 Tonnen Stahl mit über 8.500 Lichtpunkten hängen neben dem Eingangsbereich eindrucksvoll von der Decke. Ist nicht nur toll anzuschauen, dahinter steckt auch eine künstlerische Message: Das gitterförmige Konstrukt soll für die Vernetzung der voestalpine in der Welt, für die Weitläufigkeit und die Offenheit des Konzerns stehen.
Bevor ich nach ganz nach oben fahre, um mit der Führung zu beginnen, bekomme ich von unserem Guide noch ein Tablet. Denn die ganzen Räume sind mit zahlreichen QR-Codes ausgestattet, über die ich Videos und weitere Infos selbstständig abrufen kann.
Alltag aus Stahl
Spannende Frage zwischendurch: Worin befindet sich kein Stahl? In einer Hüftprothese, einem chirurgischen Bohrer oder einem Astronautenhelm? Überraschende Antwort: In allen dreien. Je mehr ich im Laufe der Ausstellung entdecke, desto bewusster wird mir, worin Stahl eigentlich überall steckt. Dass mein Auto und meine Waschmaschine ohne ihn nicht auskommen, war mir klar. Doch er begegnet uns an weit mehr Orten – in Zügen und Flugzeugen, Eislaufschuhen, Kochtöpfen, Uhren, Dachziegeln, Rasiermessern, uvm. Sogar die Windelschneidemesser für Einwegwindeln werden aus Stahl von der voestalpine produziert.
Von hier in die Welt
Ich gehe weiter hinunter in die nächste Ebene, wo ich mich als Besucher*in selbst ans „Mischen“ der richtigen Stahl-Komponenten probieren darf. Beim zweiten Versuch habe ich allerdings immer noch nicht die richtige Zusammensetzung gefunden und überlasse das dann doch lieber den Profis. Denn von den richtigen Rohstoffen zum flüssigen Stahl bis zum fertigen Produkt sind es sehr viele komplizierte Einzelschritte, wie mir der nächste Raum beweist.
Aktuell produziert die voestalpine noch mit ihrem eigens erfundenen LD-Verfahren. Da dies aber gleichzeitig mit einer hohen CO2-Belastung einhergeht, wird gerade an einem „Elektrolichtbogenofen“ gebaut. (Das ist übrigens die Baustelle, die man beim Hineinfahren in das Gelände der voestalpine erkennt!)
Tipp: Wer noch genauer in die Produktion schauen möchte, dem empfehle ich unbedingt, im Anschluss an die Stahlwelt noch eine Werkstour.
Nach knapp 3 Stunden gehe ich beeindruckt und auch ein bisschen stolz nachhause. Auf das, was hier in Linz alles passiert. Und wie viel man davon in der ganzen Welt entdecken kann.








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