Was bedeutet es Dinge zu kaufen, die direkt aus der Heimatstadt sind? Und was macht es mit einer Stadt, wenn Marken in der ganzen Welt bekannt sind? Das thematisiert das Nordico Stadtmuseum in der neuen Ausstellung „Made in Linz“. Neben großen Firmen stehen auch kleine Läden im Fokus. Eine Identitätsausstellung. Quasi.
Zwischen Nostalgie und Heute
Ein ganzer Raum widmet sich der Produktion in Linz. Wie entstanden die großen Firmen und welche Gegensätze gibt es zur heutigen globalisierten Welt? (Besonders sehenswert sind übrigens die Interviews mit Produzent*innen und Inhaber*innen!) In Kombination mit der heutigen wirtschaftlichen Lage ist es spannend zu sehen, wo alles begonnen hat.
Apropos begonnen: Wer kann sich noch erinnern, als man Waren persönlich abgewogen und eingepackt bekommen hat? Wo man Beratung zu jedem Produkt bekam und bei knapper Kasse auch mal anschreiben ließ. Ein eigens nachgebauter Kaufmannsladen bringt genau dieses Gefühl zurück. Gleich danach die ersten Kaufhäuser: in Linz war das zum Beispiel „Kraus und Schöber“ 1909 am Hauptplatz. Ein ganz anderes Gefühl von Einkaufen. Dazu versetzen alte Bilder in vergangene Zeiten.
Entdecken und Staunen
Der letzte Raum lädt zum Stöbern ein. Hier vergeht die Zeit schnell – ich drehe gleich mehrere Runden. Immer wieder entdecke ich Neues. Zum Beispiel, dass Keli und die Schwedenbomben aus Linz stammen. Mit jeder Entdeckung wächst die Neugier. Und ja, auch ein bisschen Stolz.
Mit eigenen Händen
Ergänzend zeigen zahlreiche Workshops altes Handwerk – vom Schuster bis zum Stanitzl. Dazu kommen Exkursionen zu aktuellen Linzer Betrieben. Persönliche Einblicke inklusive. So wird die Ausstellung richtig lebendig.




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