Neue Sprache, neue Welt
Wer schonmal etwas von der Gebärdensprache gelernt oder aufgeschnappt hat, kann es in diesem Café üben. Kaffeeliebhaber*innen tauchen hier neben dem Genuss auch in eine andere Welt beziehungsweise in eine andere Sprache ein. Mia, die Leiterin des Cafés, erzählt mir, wie manche Besucher*innen kleine Gebärden wie zum Beispiel „Danke“ ausprobieren. Das möchte ich auch. Und lasse mir gleich noch meine Bestellung – einen großen Cappucino – in der Gebärdensprache zeigen: Eine Tasse in der einen Hand, eine Drehung darüber mit der anderen Hand.
Gleiche Chancen schaffen
Für Menschen mit Hörbeeinträchtigung ist es manchmal nicht leicht ein Frühstück oder einen Kaffee ohne Worte zu bestellen. Noch schwieriger wird es am Arbeitsmarkt. Dieser Barriere möchte Gutmut entgegenwirken und stellt Menschen nicht nur einen Arbeitsplatz und eine Begleitung zur Verfügung. Sondern auch einen Platz zum Ankommen und Selbstvertrauen schöpfen. Die Idee dazu entstand schon länger, denn in Linz gibt es auch das größte Zentrum für Gehörlose in Österreich.
Der Name „Gutmut“ ist genauso besonders wie das Café selbst: einerseits war es dem Team wichtig, den „Mut“ für Neues zu transportieren, andererseits steckt auch ein bekannter Satz von Johannes von Gott im Wort: „Gutes tun und es gut tun“. Und wenn man „Gutmut“ laut ausspricht, erinnert es auch an das englische „good mood“.
Gute Laune bekomme ich hier auf jeden Fall. Hier spürt man das Miteinander. Und der Cappuccino war auch hervorragend. Für das nächste Mal nehme ich mir fest vor, meinen Cappuccino im Gutmut ganz ohne Worte zu bestellen.
Café Gutmut
4020 Linz | Google Maps
Dienstag bis Samstag: 10 bis 19 Uhr





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